Archiv für den Monat: Dezember 2009

The future belongs to the brave

Tja, das war’s dann also. Eine Dekade geht zu Ende und verabschiedet sich mit einem nicht gerade so prallem Jahr von mir. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Jahr, in dem ich 30 Jahre alt werde, ein tolles Jahr wird und mir immer in Erinnerung bleibt. Zumindest mit dem letzten Aspekt habe ich ja recht gehabt. 2009 wird nicht so schnell aus meiner Erinnerung verschwinden und ich werde diesem Jahr in Gedanken immer noch die Nase langziehen, weil es ein paar Stolpersteine bereithielt. Heute bleibt mir allerdings die Gewissheit, dass alle potentiellen Stolpersteine für 2010 schon eliminiert sind und ich mir somit ein kleines Ruhekissen bereit halte.

Was nehme ich von diesem Jahr mit? Einiges. Vieles war verdammt negativ, aber sollte man nicht auch aus Krisen Erfahrungen mitnehmen? Ich habe mich dazu entschieden und das wird wohl keine so schlechte Entscheidung sein. Wege trennen sich immer wieder einmal, 2009 waren es ein paar mehr, aber das ist der Lauf des Lebens. Wenn sich da eine gewisse Routine einstellt, merke ich zwar auf, aber ketzerisch gesagt war diese Routine auch hilfreich. So versetzt einem ein “Danke für den Fisch” teilweise noch nicht einmal mehr einen Stich und das scheint mir nicht das Schlechteste zu sein.
Die Gesundheit meiner Mom hat dieses Jahr auch ziemlich dominiert und ich werde dieses Angst, die ich um sie hatte, wohl nie vergessen. Da war das Jahr 2005 wieder präsent und hat mir lebhaft vor Augen geführt, dass irgendwann (und ich lege das jetzt mal auf eine ferne Zukunft, basta!) der Tag kommt, an dem meine Schwester und ich ohne Eltern dastehen. Kein angenehmer Gedanke, da lagen 2009 die Nerven zwischendurch doch schon ziemlich blank. Aber momentan gehts wieder einigermaßen bei Mom und ich hoffe, dass sie 2010 dazu nutzen wird, sich wieder ein wenig zu bekrabbeln….

Letztendlich war 2009 auch das Jahr, das mit meine Existenz unter den Füßen weggerissen hat. Es war geprägt von einer steten Hoffnung-Enttäuschung-Achterbahnfahrt, es ist sooo nervig, Bewerbungen zu schreiben, zu Vorstellungsgesprächen zu gehen und dann festzustellen, dass es (wieder) nur ein Schuss in den Ofen war. Glücklicherweise habe ich dieses Thema 2010 dann erst einmal nicht mehr vor Brust, juchu 🙂

Positives? Ich habe eine Menge über mich erfahren und weiß, dass ich fähig bin, nüchterne Selbstanalyse zu betreiben. Die wöchentlichen Termine haben mir eine Menge Kraft zurückgegeben, einige Denkansätze gegeben und ich freue mich nach wie vor darüber, dass diese Termine 2010 nicht mehr anstehen. Zeigt ja, dass wir 2009 diesbezüglich gute Arbeit geleistet haben. Und ich denke, mein Wegbegleiter würde sich darüber freuen, dass ich gelernt habe, erste Impulse zurückzuhalten. Schließlich hätte der heutige Blogeintrag ja auch ganz anders aussehen können… aber was hätte das gebracht? Nichts. Vor allem mir nichts. Ich möchte Themen ruhen lassen und nicht immer wieder neu aufkochen. Führt sowieso zu nichts und von daher nutze ich die Energien lieber für anderes 😉

Kreativtechnisch war es ein interessantes Jahr. IYR hat mein Leben bestimmt und das Feedback dafür haut mich jedes Mal aufs Neue um. Ich habe so einen Wahnsinn wie den NaNoWriMo erfolgreich überstanden und weiß, dass ich dann doch dazu fähig bin, nicht nur LariFari zu schreiben. Hat doch auch was. Keines der Kapitel, die während des NaNo entstanden sind, wurden überarbeitet. Und es waren genau die Kaps, bei denen das Feedback überwältigend war. Doch, der November war es wert *lach*

Außerdem habe ich in diesem Jahr liebe Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an diejenigen, die mich seit diesem Jahr auf meinem Weg begleiten und vor allem an die, die meinen Weg seit langer Zeit tapfer mit mir gehen. Ohne euch ginge es nicht, das wisst ihr. Und ich bin froh, dass ich euch habe 🙂

Da bleibt nur die Hoffnung, dass momentan alle Zeichen für 2010 hartnäckig in Richtung bergauf zeigen. Und ich werde jetzt noch einmal “Quicksilver” von The Crüxshadows laut aufdrehen. Das Zitat für den heutigen Blogeintrag stammt schließlich aus diesem Lied – und ich finde, Rogue hat damit gar nicht so unrecht :). Wer reinhören möchte, ist hier richtig 😉

Macht euch einen schönen Silvesterabend, ihr Lieben und habt einen wunderbaren Start in das neue Jahr :))

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Live Love Be Believe

Nass bis auf die Knochen, weil es in Dortmund wie aus Kübeln gegossen hat, aber… war das mal ein geiles Konzert! Der Hammer! Wenn mal jemand von euch die Möglichkeit hat, sich The Crüxshadows live anzusehen – unbedingt machen! Aber erst mal der Reihe nach *lach*

Das FZW in Dortmund war schnell gefunden und dann hieß es für mich erst mal warten. Auf meine Schwester. Die Arbeit von ihr hatte mal wieder dazwischen gefunkt. Aber sie war dennoch nicht allzu spät. Schließlich mussten wir uns 45min eine Vorband antun. Und das war… erm… ja, Hello Kitty lebt. Glaube ich:
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Wen es interessiert – Ayria heißt die Combo. Aber… ja, decken wir den Mantel des Schweigens drüber *g

Dann aber war es gegen 22 Uhr dann endlich soweit. Rogue, der Leadsänger, bezog seine Konzertanfangsposition. Ich habe mir sagen lassen, dass er Konzerte grundsätzlich so anfängt. Er stellt sich nach hinten zwischen die Zuschauer und geht dann nach vorne zur Bühne durch. Hier wartet er, dass alles auf Position ist:
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Haha, ich stand in der Mitte – und wer ist direkt an mir vorbei? Richtig. Da dachte ich ja noch, ich hätte Glück gehabt. Aber weiter im Text *lach*
Die Setlist war eine ziemlich gute Mischung und ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr im Training bin. 2 Stunden durchtanzen ist nicht mehr, leider. Aber ich hab alles gegeben *g. Das war es mir wert.

Naja, irgendwann ging Rogue zu Bar, nahm sich einen Hocker, kletterte drauf und sang inmitten der Zuschauer weiter:
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Ja, ich war wirklich so nah dran :):
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Die Backgroundtänzerinnen waren übrigens auch fleißig; ich hätte dennoch lieber Annina gesehen ;))
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Aber Rogue wäre nicht Rogue, wenn er nicht munter weiter durch die Halle marschiert wäre. Ich hatte gerade ein Krefelder geholt, trinke es in aller Ruhe, habe meinen Spaß und auf einmal grinst meine Schwester über beide Ohren – Rogue steht neben mir, singt mich an, bemerkt meine Irritation und legt mir beruhigend die Hand auf den Arm. Hallo? Wie… *fangirl* QUIIIIIIIIIIIIIIEEEEEETSCH ist das bitte? Scheißegal, dass es peinlich war, weil ich es erst nicht bemerkt habe, ich meine… Rogue! Glücksmoment 2 :D!
Rogue ist dann die Treppe rauf und hat das Geländer für sich entdeckt:
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Aber… er kann auch richtig emotional. Für Memorare habe ich noch ein Video, aber das muss ich erst noch bearbeiten. Dennoch hier mal ein Einblick in eine etwas romantischere Bühnenbeleuchtung:
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Die restliche Besatzung hat auch sichtlich Spaß gehabt, finde ich, das war bei Birthday, meinem Lieblingslied:
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Das letzte Lied war Marylin, my bitterness – und da ist gut ein Viertel der Zuschauermenge auf der Bühne gelandet:
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Dann war nach 2h das Konzert leider vorbei. Aber ich wollte unbedingt noch ein Poster mit dem Slogan der Crüxshadows haben. Nämlich Live Love Be Believe. Als ich das Poster gerade gekauft hatte, stand Rogue neben mir am Merchandisestand. Sehr klasse, er hat noch Autogramme geschrieben. Mein Poster ist nun signiert und meine Eintrittskarte auch. Erwähnte ich, dass Rogue sehr gut Deutsch spricht? Er hat darauf bestanden, meinen Namen auf Deutsch buchstabiert zu bekommen. Glücksmoment 3. Und was war Glücksmoment 4? Ganz einfach – Rogue schenkte jedem, der zu ihm kam, eine Umarmung zum Abschied.

Ach ja, einen Glücksmoment Nummer 5 habe ich auch noch – sogar meine Schwester hat sich für ein Autogramm angestellt, hier unterschreibt Rogue gerade ihr Poster:
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Und wer mit das mit der Umarmung nicht glaubt… see it for yourself 🙂 :

Der Gesichtsausdruck meiner Schwester spricht Bände :); und ich habe mich total für sie gefreut.

Damit verabschiede ich mich auch mal endlich ins Bettchen, jetzt bin ich auch leidlich wieder trocken. Die Abschlussworte darf Rogue sprechen, der mit einen schönen Spruch auf die Eintrittskarte geschrieben hat:

May all your dreams find doorsteps!

Das war… Weihnachten :)

Die Feiertage sind überstanden und es war richtig, richtig, richtig schön :). Keine Hektik, aufrichtige Ruhe und Frieden, einfach nur durchatmen und entspannen. Mein Cousin und ich haben uns in die Küche gestellt und zusammen das Weihnachtsessen vorbereitet. Mmmmmhhh, erwähnte ich schon, dass wir in der Küche ein DreamTeam sind? 😉
Die Champignonsuppe war der Knüller und mein Cousin hatte sich die Mühe gemacht, die Hirschkeule für den Hauptgang schon 24h vorher in einen Rotwein-Wurzelgemüse-Sud einzulegen:

Das Fleisch ist hinterher so vom Knochen gefallen, so muss das sein *lach*. Dazu haben wir Gnocchis gebaut und wer die schon mal selbst gemacht hat, weiß, dass das eine Kunst für sich ist. Die Küche war auch etwas weiß hinterher, es ist nun mal eine Mehlsauerei. Aber dafür haben dann für den Hauptgang drei Leute in der Küche rumgewerkelt, meine Schwester war sogar pünktlich von der Arbeit wieder zuhause:

Man lese und staune, wir haben sogar eine Bescherung gemacht ;). Ich mag es, wenn liebevolle Kleinigkeiten verschenkt werden, meine Mama war so lieb und hat mir einen wunderbar kuscheligen Schal gestrickt. Und ja, auf dem Foto sieht man, dass Kochbier, Rotwein zum Hirsch, Prosecco zum Anstoßen und die ersten Schlucke vom Cuba Libre, den ich gerade in der Hand halte, ihre Spuren hinterlassen haben *hüstel*

Später kamen noch Friesengeist und selbst aufgesetzter Adventsschnaps dazu. Bevor jemand ketzerisch wird: Kein Kater, kein Kopfweh am nächsten Tag :op

Ach ja, hatten wir wirklich Spaß? Ich glaube schon:

Allerdings finde ich an dem Bild eklatant, dass mein Schwesterherz uns teilweise wirklich verteufelt ähnlich sehen…

Den ersten Feiertag haben Mama und ich für einen Strickbattle genutzt *g. Ich hatte mein Nadelspiel dabei und war kurz vor Beginn des Knöchels. Am ersten Feiertag war er dann fertig ;). Es ist einfach entspannend, mit Tee zusammen zu hocken, Mama dabei zuzusehen, wie sie Kindersocken strickt und dem Töchterchen zur Hilfe eilt, wenn in der vorletzten Runde für die Spitze alle Maschen runterfallen…
Dafür habe ich Mama dann einen Bigos gekocht, der sich sogar sehen lassen konnte ;op. Und ihre Küche ist nach der Kochschlacht vom Heiligen Abend auch wieder begehbar gewesen, ist doch auch was. Ach ja, mein Cousin aus den Staaten hat auch angerufen, das ist immer wieder ein kleines Highlight und ein wenig Tradition. Der Gute lebt jetzt schon über 20 Jahren in Florida und nächsten Sommer kommt er endlich mal nach Hause, um seiner Frau zu zeigen, wo seine Wurzeln sind. I spy some re-union ;))

Gestern Abend war dann die traditionelle Feuerzangenbowle bei der lieben Michi und ihren Eltern. Wie immer ein Hingucker (und Hinschmecker auch, ja ich gebs schon zu…)

Wir haben bis zum frühen Morgen zusammen gesessen, ein perfekter Abschluss für ein gelungenes Weihnachten. Anscheinend soll es in Richtung 2010 wirklich bergauf gehen, wenn ich mal so betrachte, wie die letzten Tage so waren. Und wisst ihr was? Ich freu mich drauf :))

Hyvää Joula :))

Ich wünsche allen, die hier regelmäßig reinschauen und an meinen Gedanken, Sorgen, Ängsten, Nöten, GuteLauneAnfällen etc ;)) teilhaben, ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Ich hoffe, das Christkind bringt euch die eine oder andere Gabe, wir lesen uns in 2 Tagen wieder 🙂

Bis dahin, alles Liebe
Kathy