Adrenaline keeps me in the game

Es ist das Gesetz des Lebens, dass es dir – wenn du dich über eine Kleinigkeit freust – ein Beinchen stellst.

Bei Rewe habe ich mich noch sehr über das Sonderangebot gefreut – eine Flasche Rotkäppchen für grandiose 2,79€. Freudestrahlend eingekauft, in Gedanken schon die Flasche Aperol dazu geöffnet und Eiswürfel ins Glas gepackt.

Nun. Zuhause habe ich mir eine Einkaufstasche (die rote RingCon 2009-Stofftasche) über die Schulter gepackt und meinen Kasten Wasser aus dem Kofferraum gehievt. Vor meiner Wohnungstür angekommen wollte ich den Kasten lediglich abstellen, um die Tür aufzuschließen. Es machte sssst, es machte schepper, es machte peng und die Stofftasche mit meinem Rotkäppchen war Geschichte. 0,75l Sekt ergossen sich über die Fliesen des Hausflur und ich war gelinde gesagt genervt.

Schnell in die Wohnung, die tropfende Tasche in die Spüle geschlenzt, im Durchgang von Küche zu Flur beinah voll auf die Fresse gelegt, weil meine Chucks nicht rutschfest sind und ich ja eine Tropfenspur von Wohnungstür zu Küche geschafft hatte. Im Türrahmen festgehalten, gedacht, dass dieser Ausfallschritt kurz vor Muskelriss endete. Tief durchgeatmet.

Im Bad das Putzzeug hektisch zusammengesucht, den Eimer auf dem Klodeckel abgestellt, damit das Wasser warm laufen konnte. Duschkopf über den Eimer (immer noch auf Klodeckel) gehalten, mit einem Aufschrei Eimer samt Duschkopf schnell in die Badewanne befördert, weil der Übergang zwischen Schlauch und Duschkopf nicht richtig fest war und sich eine Wasserlache im Bad bildete.

Zähneknirschend den Eimer befüllt und auf auf in den Hausflur, um den Sekt aufzuwischen. Beim Auswringen des Aufnehmers ist mir der Wischer zweimal auf den Boden geknallt, weil er nicht richtig an der Wand lehnte, aber das war ja schon fast egal.

Nach Erledigung des Putzkommandos stand ich vor der Aufgabe, die zerborstene Sektflasche aus der Stofftasche zu bekommen. Vorsichtig die restlichen Einkäufe (Plastikverpackungen haben einen Sinn, das habe ich heute festgestellt) abgespült, die Tasche über dem Mülleimer umgedreht und die größten Scherben rausgeschüttelt. Die kleinen Scherben habe ich unter der Dusche (lang lebe der Wasserdruck hier im Haus!) abgespült und beschlossen, dass heute sowieso eine Maschine roter Wäsche fällig gewesen wäre. Dass ich dabei in die noch nicht beseitigte Wasserlache von der Putzeimer-Befüll-Aktion gelatscht bin und mich – mittlerweile ohne Chucks, die sollen ja auch trocken – nasse Socken hatte…. nuuuuuuuuun denn.

Waschmaschine gestartet. Bei näherem Hinsehen beschlossen, dass 60 Grad für meine roten Blusen doch etwas zu viel des Guten sind.
Mittlerweile läuft die Wäsche auf 30 Grad.

Und jetzt sitze ich hier. Mit dem festen Entschluss, heute nichts Zerbrechliches mehr anzufassen und mich nur noch minimal zu bewegen. Sonst bringe ich mich heute bestimmt noch aus Versehen um….

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