Kategorie-Archiv: Film

Rezension zu Hitman: Agent 47

In meiner Freizeit verstärke ich ja nach besten Kräften das Team von Robots & Dragons. Hin und wieder haben wir die Möglichkeiten, Pressevorführungen anzusehen. Seit meinem Umzug nach München kann ich glücklicherweise öfters dran teilnehmen. So auch geschehen in der letzten Woche – die Pressevorführung zu Hitman: Agent 47 stand an. Weiterlesen

Warum Mara und der Feuerbringer dem deutschen Film einen Gefallen tut

Habt ihr auch so die Nase voll von deutschen Filmen? Von Til Schweiger, der diesen einen Plot in der zigsten Variation ausschlachtet und dabei noch seine halbe Familie im Cast unterbringt? Von Matthias Schweighöfer, der doch eigentlich Talent hat (s. Kammerflimmern) und dieses Talent in romantische Komödien vergeudet, bei denen der Plot auch immer wieder ein und derselbe ist? Weiterlesen

Captain America: The Return of the First Avenger (WARNUNG: enthält Spoiler)

dramatischer Polit-Thriller markiert Höhepunkt von Phase 2

USA, 2014

Regie: Anthony Russo, Joe Russo

Darsteller/innen: Chris Evans, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Sebastian Stan

 

Captain America und Black Widow stehen nicht nur einem übermächtigen Feind gegenüber.

Captain America und Black Widow stehen nicht nur einem übermächtigen Feind gegenüber

 

Das Marvel Cinematic Universe mit seiner zusammenhängenden Filmreihe über die berühmten Helden des Comic-Giganten steht auch 2 Jahre nach dem Welterfolg von Marvel’s The Avengers in seiner absoluten Blütezeit. Die Dreharbeiten zum heißersehnten zweiten Teil von Marvel’s The Avengers, Age Of Ultron, kommen gerade so richtig in Fahrt, und die Erwartungen von Fans und Kritikern steigen. The Return Of The First Avenger ist der letzte Einzelfilm vor diesem erneuten Zusammentreffen der beliebten Legenden-Gruppierung. Der im Sommer 2014 erscheinende Guardians Of The Galaxy-Film gehört zwar ebenfalls zum MCU, steht mit den Entwicklungen rund um Iron Man, Thor, Captain America & Co aber in keinem direkten Zusammenhang. So hat das Folge-Abenteuer rund um den Helden im patriotischen Kostüm hohe Erwartungen zu erfüllen- und er tut es.  Weiterlesen

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman

Mr. Peabody ist ein Hund. Nicht irgendein Hund, sondern ein schlauer Hund. Okay, er ist sehr schlau. Denn Mr. Peabody hat einen Nobelpreis gewonnen. Allerdings scheint ein Nobelpreis sein Leben nicht zu erfüllen, denn er adoptiert einen Jungen – Sherman.

Sherman wächst behütet bei Mr. Peabody auf und dank eines Zeitomaten ist sein Wissensstand bereits vor seiner Einschulung überdurchschnittlich. Genau dies wird ihm an seinem ersten Schultag zu Verhängnis, als er sich damit Penny Peterson zur Feindin macht. Penny ist hübsch, aber vor allem clever. Besonders clever ist Penny dann, wenn es darum geht, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Durch eine Bloßstellung Shermans in der Schulcafeteria gelingt es ihr, das Jugendamt auf den Plan zu rufen, das damit droht, Mr. Peabody Sherman zu entziehen. Denn ein Hund kann ja schließlich keinen Jungen großziehen!

Um genau dies zu verhindern, lädt Mr. Peabody die Petersons zum Essen ein. Als Sherman Penny mit dem Zeitomaten beeindrucken will, nehmen die Dinge ihren Lauf…. Weiterlesen

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Seit Twilight ist wohl selten so ein Hype um einen Film wie um Avatar gemacht worden. Was natürlich zu einem daran liegt, dass James Cameron mal wieder einige Millionen Dollar für einen Film aufwenden ließ und zum anderen natürlich an der Marketing-Strategie. Von einem noch nie dagewesenen Filmerlebnis war da die Rede.
Nun habe ich das Problem, dass sich etwas in mir sperrt, wenn Filme so gehypt werden. Der Trailer von Avatar hat mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker reißen können und ich hatte den Film eigentlich abgehakt. Stoffi hatte in ihrem Blog auch schon eine Meinung darüber gepostet, die mich eigentlich in dem Gedanken bestärkt hatte, um den Hype einen Bogen zu machen und James Cameron nicht auch noch etwas von meinem Geld zuzuschanzen.
Allerdings habe ich das andere Problem, dass der Filmgeschmack von meinem kleinen Hafen und mir so ziemlich immer übereinstimmen. Kurzum – ich bin gestern mit ihr im Kino gelandet, weil sie meinte, dass der Film mir doch gefallen könnte und wenn… man ihn dann in 3D genießen muss.
Die Story von Avatar sollte eigentlich bekannt sein, aber sie ist auf alle Fälle schnell erzählt. Ehemaliger Marine springt als Ersatz für seinen toten Zwillingsbruder für das Avatar-Projekt ein, weil so ein Avatar scheiße teuer ist und man nur mit dem Avatar eines Na’vi kommunzieren kann, wenn die DNA übereinstimmt. Schließlich ist so ein Avatar ja eine Mischung aus menschlicher und Na’vi-DNS – glaube ich *g. Die Na’vi sind ein Naturvolk auf dem Planeten Pandora und dummerweise gibt es auf diesem Planeten einen seeeeeehr teuren Stoff. Man sieht schon, für die üblichen Plots ist gesorgt, oder? Wir haben einen männlichen Helden, ein Naturvolk, böse böse Menschen und einen kleinen Schatz. Juchu 😉
Klingt nach einer platten Story – eigentlich. Uneigentlich ist es sie auch, sie ist so vorhersehbar wie eine gute alte Mary Sue, in diesem Falle ist es eben ein Gary Stu. Vor einigen Jahren hieß dieser Gary Stu im Kino noch Lt. John Dunbar und tanzte mit dem Wolf. Ein paar Jahre sind vergangen und deswegen darf der Avatar-Gary dann eben im Weltraum agieren. Ist ja auch etwas cooler als durch die Prärie zu reiten, oder? Denn auf Pandora ist mehr los als im Wilden Western und Fantasy-Welten geben dem 3D auch etwas mehr Spielraum.
Allerdings sind in Avatar ein paar Elemente eingebunden, die ich richtig gut fand. Denn die Na’vi leben in einer sogenannten neuronal vernetzten Welt. Da machte ihr toller laaaaanger geflochtener Zopf mit einem Male Sinn, denn mit dessen Hilfe docken sie quasi an Tiere und Pflanzen an, um so ein Band mit ihnen zu knüpfen. Und ist es nicht schöner, sich ein Tier gefügig zu machen, indem man mit seiner Seele kommuniziert als seinen Willen durch Prügel und Strafe zu brechen?
In diesem Punkt sind wohl viele alte religöse Elemente in den Film eingeflossen, den Respekt vor der Natur, vor dem Leben… und dem Glauben, dass die Toten uns immer noch umgeben. Das war so schön in den Film eingebunden, dass ich da echt mit leuchtenden Augen gesessen habe. Für einige mag das kitschig rüber gekommen sein, aber mir hat genau dieser Aspekt an dem Film sehr gut gefallen, eine Botschaft, auf die sich einige vielleicht doch mal besinnen sollten.
Aber gut. Wir haben die Botschaft vermittelt bekommen, was nun fehlt, ist ein wenig Äktschn. Wie bekommt man Äktschen? Richtig, man nehme ein paar raffgierige Menschen, vorzugsweise Soldaten, damit sie supercoole Fluggeräte bedienen können und schicke sie in den ungleichen Kampf Naturvolk mit Pfeil und Bogen gegen die technisierten Menschen. WOOF! Der letzte Teil des Filmes ist dadurch ziemlich actionreich, eigentlich auch nicht so mein Metier, ich fand Independence Day schon scheiße in der Beziehung (Wie besiegen wir Aliens? Logo, dank Bill Gates isses möglich, einen simplen Virus in ein hochentwickeltes System einzuschleusen, ja nee is klar?). Hier greift aber der nächste Punkt, warum mich Avatar jedoch wirklich gut unterhalten hat. WETA ist das Stichwort.
WETA sollte seit Lord of the Rings ein Begriff sein, denke ich. Es ist jedenfalls diese Kiwi-Firma, die geniale Spezialeffekte auf die Beine stellt. So genial, dass mir ein paar Mal der Mund vor Staunen offen stehen blieb, weil da so viele liebevolle Effekte eingebaut waren. Sei es nun ein Funkenflug, ein Ascheregen oder bis ins kleinste Detail ausgetüfelte schwebende Berge. Es mag wie ein sehr platter Spruch klingen, aber allein für die Landschaft, die WETA da mit erschaffen hat, war es den Film wert. Schlichtweg atemberaubend.
Was haben wir also? Eine Botschaft, wir haben Äktschn, wir haben Spezialeffekte und sogar ein paar witzige Momente in dem Film. Somit ein gelungenes Package, finde ich. Es reicht jedenfalls, dass ich mich für knappe drei Stunden gut unterhalten fühlte, einfach tolles Popcorn-Kino. Und mehr braucht der Mensch ja manchmal nicht, um vom Alltag abschalten zu können 🙂