Kategorie-Archiv: WGT

Oscar

WGT – Montag

Der letzte Tag vom WGT. Tagsüber kein Programm, das uns interessiert, also sind wir in den Zoo gefahren. Der Leipziger Zoo wird gerade nach und nach modernisiert und gemessen an manchen Gehegen hat er es auch leider nötig :-(. Die Bären werden auf einem Stand von 1929 gehalten und das ist nun wirklich nicht mehr angenehm für sie… aber das, was schon neu ist, ist imposant und es hat gut getan, ein paar Stunden durch den Zoo zu schlendern und weiterhin abzuschalten.

Nach einem Stopp in einem herzigen Biergarten gings abschließend zur Agra. Coppelius waren fällig und ein Streifzug durch Halle 1 mit diversen Verkaufsständen. Ich war standhaft, obwohl ich mich grad am Stand der Schlagzeilen hätte totkaufen können *hüstel*, letztendlich ist es “nur” eine Tasse geworden. Meine neue Bürotasse:
Noch ein spätes Absackerbierchen an der Moritzbastei und dann hieß es auch schon Kofferpacken. Bye bye, Leipzig. Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder!

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WGT – Sonntag

Ein sehr fauler Tag, weil meine Schwester etwas gekränkelt hat. Nach dem Frühstück brauchte sie noch eine Mütze Schlaf, sie hat vorher arbeitstechnisch durchgeknüppelt und da war’s besser, sie etwas pennen zu lassen. Nachmittags haben wir dann ein Klischee erfüllt und sind zum Südfriedhof gefahren. Ohne Hamster, ohne Jungfrau zum Opfern ;-p.

Aber mit einer digitalen Spiegelreflex, aus der halbwegs brauchbare Bilder gehopst sind. Ich liebe alte, moosbewachsene Grabmäler, viel schöner als so lieblose Grabsteine von heute. Viele Engel haben wir gesehen, manche versteckt hinter alten Bäumen – einfach hach. Ja, ich stehe dazu, ein Friedhof ist ein Ort, der naturgemäß ruhiger nicht sein könnte; und genau diese Ruhe überträgt sich dann auf mich.
Diese Dame habe ich erst ganz zum Schluss hinter ein paar Büschen und einem kleinen Trampelpfad entdeckt.
Etwas deprimierend war die Abteilung für die Kindergräber. Mir bricht es immer das Herz, wenn ich die liebevoll gestalteten Grabstätten sehe. Dieses Grabmal konnte es nicht passender ausdrücken.

Abends wollten wir eigentlich zu Camouflage, aber meine Schwester war noch nicht wieder auf dem Damm. Wie gut, dass vorsorglich mein Laptop und ein paar DVD die Reise nach Leipzig angetreten haben, so dass wir dann im Hotel keine Langweile hatten 😉
Nicht zu Camouflage zu gehen war übrigens auch eine gute Entscheidung. Auf Twitter las ich später am Abend noch, dass es so überfüllt war, dass sie gar nicht mehr alle Leute in die Halle gelassen haben. Wir hätten ca 2h vor Beginn in der Halle sein müssen. Nein, danke 🙂
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WGT – Samstag

Unser Hotel hatte einen unendlichen Vorteil – Frühstück war möglich bis 11 Uhr. Herrlich! Wir konnten somit jeden Tag leidlich ausschlafen.

Nach dem Frühstück gings auf in Richtung City, ein wenig Sightseeing machen. Leipzig ist eine schöne Stadt, wie wir schnell festgestellt haben. Eine interessante Mischung aus Altbauten und DDR-Bauten, alles fußläufig zu erreichen – super. Nach der ersten Orientierung sind wir an der Thomaskirche hängengeblieben, die vielen ein Begriff ist. Ja, er war hier mal Thomaskantor:

Wir hatten gerade noch Zeit, uns die Thomaskirche anzusehen, bevor die Chorprobe war. Für 15 Uhr war eine Motette angesetzt und so haben wir beschlossen, die Wartezeit bis zur Motette mit einer Kaffeepause zu verbringen. Direkt gegenüber von der Kirche gab es ein schönes Café und wir haben den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Die Motette – ich hätte nie gedacht, dass es so schön wird! “Was frag ich nach der Welt” hieß es und der Bass hat mich zutiefst beeindruckt. Zudem war die Mischung in der Kirche ein kleiner Grinser, da sich zwischen dem “normalen” Publikum auch viele Besucher des WGT mischten.
Anschließend war die große Frage, ob wir in die Oper gehen oder wieder zurück zum Hotel, um uns abends Front 242 in der Agra anzuhören. Meine Schwester plädierte für die Oper, es gab “Die Große Messe” von Mozart komplett mit Ballett. Ich hatte schon einmal eine Ballettauführung gesehen, meine Schwester noch nicht, also sind wir in die Oper. Dieses Video gibt einen kleinen, aber feinen Einblick in die wunderbare Choreographie (ja, ich habe einen Schwäche für Ballett, ich steh dazu).
Es war alles so dermaßen auf den Punkt getanzt… großes, großes Hach! Und auch in der Oper war die Mischung aus “normalen” Publikum und Besuchern des WGT ein kleiner persönlicher Grinser…
Nach der Oper war’s schon spät geworden, so dass wir es uns geknickt haben, weiter zur Agra zu hetzen, um uns Front 242 zu geben. Stattdessen haben wir den Abend bei einer Flasche Wein ausklingen lassen. Ein späterer Blick auf Twitter offenbarte, dass es eine weise Entscheidung war. Bei Front 242 gab’s technische Probleme, die zwischenzeitlich zum Abbruch des Konzerts geführt hatten…
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WGT – Freitag

Heute ist mal ein bisschen Zeit, da dachte ich, ich hole mal die WGT-Berichte nach 🙂 Der Übersichtlichkeit halber bekommt jeder Tag einen eigenen Post.

Freitag, 10.06.11
Ich war verplant, ich geb’s zu. Zu lange geschlafen, noch zu viel zu erledigen und ein Schwesterherz, das wider Erwarten pünktlich Gewehr bei Fuß stand. Aber wir hatten dennoch Zeit zum gemütlichen Frühstück und sind dann gegen Mittag gen Leipzig aufgebrochen. Meine Schwester war müde, somit hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, uns ohne Autofahrertourette die knappen 430km gen Leipzig zu schuckeln. Nach einer kleinen Pause sind wir dann um kurz vor 17 Uhr in Leipzig gewesen. Einer weisen Vorahnung nach gings erst zur Agra, dem Hauptveranstaltungsort des WGT, um die Karten mit den dazugehörigen Bändchen abzuholen – abends war’s nämlich sehr voll. iPhones sind ein dankbares Tool in einer fremden Stadt, immerhin hat es uns richtig zur Agra und später zu Hotel geleitet.
Neugierig waren wir aufs Hotel. Ein umgebauter Plattenbau, von dem wir schon die schlimmsten Befürchtungen hatten, aber – zu unserer Überraschung entpuppte es sich als die goldrichtige Unterkunft. Zentral gelegen, bis zur Tram-Haltestelle warens grad mal 3 Minütchen, Kühlschrank auf dem Zimmer, jeden Tag eine ordentlich Putzmaus… was wollten wir mehr?
Nach einer kleinen Atempause hieß es dann schon das Outfit WGT-tauglich zu trimmen. Ich hab meine Schwester überredet, ein Kleidchen anzuziehen, sieht sie nicht großartig aus?
Wir haben uns das Agra-Gelände angesehen und mussten uns letztendlich sputen, um durch die strengen Taschenkontrollen noch rechtzeitig in die Halle zu kommen. Covenant waren fällig. Und was soll ich sagen? Obwohl die Halle brechend voll war, es stickig war ohne Ende – geniale Band, genialer Frontman, super Stimmung. Kurzum: Covenant waren mein Highlight des WGT :-))
Um halb zwölf waren noch Deine Lakaien fällig, allerdings war die Setlist nicht ganz so meins. Sehr viel vom neuen Album und Veljanov erschien doch ziemlich lustlos. Er hat sein Programm runtergespult, so dass Schwesterchen und ich beschlossen haben, nach der Hälfte des Sets die Segel zu streichen. Der Tag war immerhin lang genug. Aber – wir hatten Spaß, wie man sieht. (und man sieht auch unwesentlich wir kaputt wir von der Fahrt von dem langen Tag waren, als wir gen Agra aufgebrochen sind…)

Und tschüß!

So. Mein Koffer ist noch nicht gepackt. Meine Küche ist auch noch nicht abmarschbereit. Aber – die Klamotten sind gebügelt. Tadaaaaa! Da der Arbeitstag heute etwas länger war, ist mein Zeitplan ein bisschen nach hinten gekippt. Dafür kann ich mit gutem Gewissen morgen gen Leipzig aufbrechen und das WGT genießen.

Ich bin dann somit für die nächsten paar Tage in der Bloggingpause 🙂
Frohe Pfingsten, eine schöne freie Zeit und alles, was ihr euch sonst wünscht 😉

Timekiller

Tada! Das war ein *auf die Uhr schaut* 15h Tag. Aber er war erfolgreich. Alle Klamotten fürs WGT sind da, ich hab jetzt noch eine EBM-taugliche Hose, Schuhe sind auch da, meine Schwester hat noch ein sehr geniales Kleid erstanden und vom Ex-Schwager habe ich mir heute die digitale Spiegelreflex abgeholt.

Und da morgen auch noch mal ein langer Tag ist, bin ich schon im Bettchen 😉