Dankbarkeit

Ich bin eine dankbare kleine Kathy. Muss ich einfach mal so offen sagen.

Ja, ich hatte neulich eine Phase, in der das Leben mir den Finger gezeigt hat. Und mal wieder testen wollte, wie lange ich noch brauche, bis ich mir einfach die Decke über den Kopf ziehen möchte.

Allerdings hatte das Leben da seine Rechnung ohne meine Freunde gemacht. Ich war es nicht mehr gewohnt, Menschen in meinem Umfeld zu haben, die sehr achtsam sind. Aber: es gibt sie. Diese achtsamen Leute, die auf dich aufpassen, ohne dass du es merkst. Die dich zu einem gemeinsamen Bier verdonnern, weil sie merken, dass etwas unrund läuft. Die dir auf wundersame das Gefühl geben, nicht das fünfte Rad am Wagen zu sein. Die dich geduldig durch ein dummes nicht startendes Windows telefonieren und dir helfen, deine Technik wieder ans Laufen zu kriegen. Die dir einfach ansehen, dass es dir nicht gut gehen. Dich darin bestärken, dass du Talente hast. Dir gut zureden. Dich in den Hintern treten, damit du vor die Tür kommst. Und sich dann freuen, wenn das Leben die Kurve genommen hat.

Umso schöner ist es, mit genau solchen Freunden langsam das Jahr ausklingen zu lassen. Mit ihnen über das Leben zu philosophieren und das eine oder andere Glas Martini oder Rum dabei zu vernichten. Die dir ihre Couch zum Spontan-Übernachten herrichten und eine Ersatz-Zahnbürste für dich haben.

Es macht mich ein wenig demütig. Aber auch unendlich glücklich.

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