Mit Dingen abschließen

Das war sie schon. Die erste Woche in neuem Kapitel. Was soll ich sagen? Eine Arbeitswoche unter Strom stehen und sehr viel Input ist eins: ambivalent.

Denn zu einem ist es in der Tat anstrengend, da viel Input auch müde macht. Aber andererseits ist es euphorisierend. Wenn ich auf einmal wieder Prozesse bearbeiten kann, die ich ganz ursprünglich mal gelernt habe, ist das eine Wohltat für die Seele. Und wenn dann noch Bestätigung kommt, grinse auch ich schon mal im Kreis.

Vor allem hat mir die Woche bei einer Sache geholfen: Mit Dingen abzuschließen. Die letzten 5 Wochen waren wirr. Chaotisch. Manchmal wusste ich nicht, wie es weitergeht. Und dann war da das Gefühl, wieder gebraucht zu werden. Etwas Sinnvolles zu tun. Die Sicherheit zu haben, dass ich auch in stressigen Phasen einen kühlen Kopf bewahren kann. Das einzusetzen, was ich im Leben gelernt habe. All dies hat mir dabei geholfen, einen sauberen Strich unter manch unschönes Ereignis in den vergangenen Monat zu ziehen und mit Zuversicht in den Advent zu gehen. Mit der Aussicht, dass 2015 ein versöhnliches Ende nehmen wird.

Zwar ziehe auch ich ein Schippchen, dass mir zwei tolle Events zum Jahresende durch den Lappen gehen werden, aber das ist vor allem eins – ein Luxusproblem. Denn auch das hat mich 2015 bis jetzt schon mal gelehrt: Don’t take anything for granted. Auf Manches muss ich noch verzichten. Zwar schweren Herzens, aber noch muss der Kopf über das Herz bestimmen. Wieder einmal zähneknirschend. Was soll’s. Irgendwann werde ich an dem Punkt angekommen sein, an dem ich mir Sachen mit gutem Gewissen gönnen kann. Irgendwann. Ich muss nur mal wieder den längeren Atem haben…

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