Psssst! Es ist NaNoWriMo

Der November ist da. Der Monat, in dem Männer sich anscheinend einen Bart stehen lassen – Movember nennt sich das Ganze dann. Nun, ich vertreibe mir das erste Mal seit langem den November – mangels Bartwuchs – wieder anders: Es ist NaNoWriMo 🙂

NaNoWriMo steht für National Novel Writing Month. Ziel ist es, bis zum 30. November 50.000 Wörter geschrieben zu haben. Warum denn 50.000? Nun, 50.000 Wörter sind ein kurzer Roman. Auf den Tag herunter gerechnet sind es gerade einmal 1.666 Wörter. Klingt nicht viel. Kann aber verdammt schwierig sein. Wenn das Tagesziel an einem Tag nicht erreicht ist, kann es nicht einfach sein, den WordCount wieder aufzuholen.

Das erste Mal habe ich 2009 beim NaNoWriMo mitgemacht; und gewonnen. Also, für mich gewonnen. Denn es geht nicht um Preisgelder, Autorenverträge oder sonstiges. Sondern darum, sich erst einmal zu überwinden, drauf loszuschreiben. Und zwar wirklich erst einmal Schreiben, Schreiben, Schreiben. Lektorieren kann man immer noch, wenn der NaNoWriMo vorbei ist.
2009 hat das auch ganz gut geklappt. Ich war arbeitslos zu dem Zeitpunkt und habe hauptsächlich nachts geschrieben. Keine Ahnung, warum, aber ich kann abends und nachts besser schreiben als tagsüber.

Als ich dann wieder einen Job hatte, musste ich feststellen, dass es sich negativ auf mein Schreibverhalten auswirkt. Um ehrlich zu sein: ich habe in den letzten vier Jahren so wenig geschrieben wie schon lange nicht mehr (klammern wir hier die Beiträge für den Fandom Observer einmal aus). Ich war so mit meinem Leben beschäftigt, dass sämtliche Kreativität dahin war. Was hat mich das genervt! Denn Schreiben erfordert Konzentration von mir. Eine Konzentration, die ich nach langen Arbeitstagen mit fehlenden Wochenenden nicht mehr hatte. Zwar habe ich es nochmal mit dem NaNoWriMo versucht, bin aber kläglich gescheitert.

In diesem Jahr fühlt es sich anders an. Keine Ahnung, wieso. Vermutlich ist der Kopf wieder freier für alles, was mir am Herzen liegt. Deswegen ist auch gestern der Startschuss wieder für mich gefallen. Nicht für die Geschichte, die ursprünglich angedacht war, sondern für einen anderen Plot, der mich gestern Abend ansprang. Mit dem Ergebnis, dass ich binnen kurzer Zeit etwas über 1.800 Wörter geschrieben hatte.

Heute  schon wieder ein paar Absätze hinzugekommen. Ich merke, wie sehr es mir gefehlt hat, mich auszutoben. Es werden Geschichten sein, die nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Wie üblich. Aber ich hoffe, dass ich am 30.11. um spätestens 23:59 Uhr die 50.000 Wörter in die Knie gezwungen habe. Für mich.

Und wer mich immer noch nicht verstanden hat, kann sich ja mal dieses Lied anhören. Drückt alles aus, was der NaNoWriMo bedeutet 😉

Ein Gedanke zu „Psssst! Es ist NaNoWriMo

  1. Pingback: Wieder einmal: NaNoWriMo | Kathy's Song

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