Rezension: Hallo, ScanSnap! Byebye, Papierberge!

Mein Umzug liegt jetzt exakt ein Dreivierteljahr zurück. An eins kann ich mich aber noch sehr deutlich erinnern: Die Schlepperei der Umzugskisten vom Dachgeschoss. Schlanke 70 Stufen – und ich habe fast jede verdammte Kiste allein geschleppt.

In einigen der Kisten war Papier drin. Jede Menge Papier: Rechnungen, Gehaltsabrechnungen, Verträge, Versicherungsunterlagen… Gerade diese Kisten haben ich leidenschaftlich gehasst, weil ich schon beim Packen überlegt habe, ob wirklich all dieses Papier mit umziehen muss. Hätte ich da schon einen zuverlässigen Scanner (und mehr Zeit) gehabt, hätte ich vermutlich schon viele Unterlagen digitalisiert. So habe ich jedoch geflucht, geschwitzt und die Zähne zusammen gebissen, wenn ich das Treppenhaus zum gefühlten hundertsten Male rauf und mit einer Kiste wieder runter gewankt bin,

Nun habe ich den Luxus einer Wohnung im Erdgeschoss. Aber das Thema Digitalisierung von unnützem Ballast hat mich nicht losgelassen. Reden nicht alle immer vom berühmten papierlosen Büro? Wir wollen schneller werden, unsere Dokumente einfach verschicken und auf diverse, sichere Speichermedien verteilen. Was ist, wenn in dem alten Haus hier einmal ein Brand ausbricht? Vielleicht bin ich ja geistesgegenwärtig genug, mir mein Speichermedium zu schnappen (neben meinem liebsten Kuscheltier natürlich! 😉 ) und somit Daten zu retten. Es müssen ja nicht nur zwingend Verwaltungsdokumente sein – hier gehts es auch um Fotos, die unwiderruflich verloren wären.

All das waren für mich entscheidende Punkte, die mich einen geeigneten Scanner suchen ließen. Klein und handlich musste er sein. Schnell scannen sollte er auch können. Erstens wollte ich meinen Schreibtisch nicht mit zu großen technischen Geräten vollstellen (hey, er ist aus Nußbaum und ein Schmuckstück!) und zweitens wollte ich nicht sehr viel meiner Zeit opfern, um das Projekt „Digitalisiere dein Leben“ durchzuziehen.

Letztendlich fiel die Entscheidung auf den Fujitsu ScanSnap iX100. Der unschlagbare Vorteil für mich war hier, dass ich ihn im Handumdrehen aufgebaut und auch wieder in einer Schublade verstaut habe, wenn ich ihn nicht brauche. Noch nicht einmal das USB-Kabel muss ich ständig zur Hand haben, da ich auch über WiFi scannen kann. Für jemanden wie mich, der seine Kabel gerne schon einmal so gut weglegt, dass es Sherlock-Ambitionen braucht, um sie wiederzufinden, ein Vorteil.

Die Bestellung lief über Amazon. Ich bin Prime-Kunde und so hatte ich den ScanSnap schnell daheim. Die Erstinstallation lief schnell und problemlos. Ich musste noch nicht einmal das „Erste Schritte“-Hilfsbuch bemühen. Fix war der Scanner für den Laptop aber auch für mein iPhone eingerichtet. Jap, für mein iPhone. Denn für den Scanner gibt es eine App, über die ich ihn steuern kann. Die Benutzeroberfläche ist simpel und intuitiv:

So präsentiert sich die App, wenn man sie öffnet

So präsentiert sich die App, wenn man sie öffnet

Ziemlich selbsterklärend. Tippe ich auf „Scan“ zieht der Scanner das Dokument durch und sendet es an mein iPhone.

Wir warten auf die Datei :-)

Wir warten auf die Datei :-)

Die Datenübertragung geht über WiFi ziemlich fix und schon habe ich mein gescanntes Dokument in der App:

... und schon ist sie da!

… und schon ist sie da!

Die Scans kann ich dann direkt drucken oder – was bei mir eher der Fall ist – per Mail senden. Ungeheuer praktisch, wenn man es eilig hat und nicht erst den Laptop starten möchte.

Und wie scanne ich auf die klassische Weise? Na so :-)!:

Über die Benutzeroberfläche der Software kann ich mir dann aussuchen, ob ich den Scan in einen Ordner speichern möchte, ihn direkt per Mail verschicke oder sofort ausdrücke. Das waren übrigens nur 3 von mehreren Möglichkeiten, die die Software bietet :-)

Das Ergebnis sieht dann übrigens so aus:

Scan über die App

  Scan über die App

Weihnachtskarte

Scan über den Laptop

Aus Datenschutzgründen habe ich natürlich kein persönliches Dokument von mir genommen und stattdessen zur Weihnachtskarte gegriffen, die der liebe Manfred mir geschickt hat. Sie ist ein Unikat und somit auch für die Ewigkeit bewahrt :)!

Fazit? Ich möchte den ScanSnap nicht mehr hergeben. Die wichtigsten Unterlagen hatte ich in nicht einmal einer Viertelstunde auf ein externes Speichermedium gescannt. Das nächste Großprojekt sind Fotos. Und da ich ja auch einstellen kann, in welcher Auflösung ich scanne, kann ich einige bestimmt als größere Abzüge einscannen und meiner Mama damit eine kleine Freude machen…

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