Stadt oder Land?

Seit knapp 2 Monaten habe ich ja eine neuen Job. Nachdem ich lange mitten in München gearbeitet habe, hat es mich nun in ein verschlafenes Irgendwo im Nirgendwo verschlagen.

Meine Büro-Co fragte mich, was mir denn nun lieber wäre. Das Stadtleben oder das Leben auf dem Land. Hm. Gar nicht so einfach. Ja, es ist in München selbst immer ziemlich voll und hektisch und sowieso und überhaupt. Aber ich kenne ja mittlerweile auch ein paar ruhigere Ecken und vor allem: ich hatte mich an den Trubel sehr gewöhnt.

Allerdings vermisse ich diesen Trubel aktuell auch nicht wirklich. Ich mag es, dass ich nun morgens gerade einmal 5-10 Minuten zur Arbeit brauche und nicht mehr eine Dreiviertelstunde. Und ich weiß die Vorteile des Dorfes auch zu schätzen: Wenn es abends länger hell ist, bin ich auch mal fix mit dem Radl auf der Arbeit. Das ist ein unschlagbarer Vorteil vom Dorfleben: ich kann etliches zu Fuß erledigen. Die S-Bahn ist in Laufdistanz. Die Familie ebenso; und erst recht die Lebensmittelgeschäfte. Hier läuft alles ruhiger ab. Nicht so aufgesetzt hektisch, wie es mir zum Teil in der Stadt vorkam. Da bin ich ja eigentlich immer noch von überzeugt, dass die Einstellungsvoraussetzung für Verkäufer/-innen eine unausgeglichene Gesamtausstrahlung ist 😉

Gut, manchmal wäre es mir schon lieber, ich würde in der Stadt wohnen. Gerade für Konzerte und Unternehmungen. Freitag ist mir das aufgefallen. Da gings zu Megaherz ins Backstage. Mal wieder hatte die S-Bahn was zu meckern wegen einer Oberleitungsstörung; und die Heimfahrt vom Hirschgarten bis ins Dorf dauert nun mal auch nicht nur 5min.

Aber dennoch: Ich mag mein Dorf. Und für die Miete, die ich hier zahle, würde ich in der Stadt keine 2-Zimmer-Wohnung bekommen. Das weiß ich nicht erst, seitdem es die Miet-Map von München gibt 🙂

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