Stricken bis der Daumen glüht

„Ich brauch ein Wichtelgeschenk – kannst du für meinen Wichtel ein Paar Socken stricken?“

Diese WhatsApp-Nachricht von meiner Cousine erreichte mich Ende November. Schnell habe ich meine Freizeit überschlagen und gedacht – ja klar, kriege ich irgendwie hin. Dazu muss ich anmerken: ich habe pro Socken 8h veranschlagt. Jawohl, bei mir dauert ein Socken schlanke 8 Stunden!

Seitdem war ich nie ohne Strickzeug unterwegs. Jeden Morgen saß ich in der S-Bahn und habe gestrickt – die zum Teil verwunderten Blicke konsequent ignorierend. Übrigens muss ich anmerken, dass ein Großteil der verwunderten Blicke von ergrauten Häuptern stammten. Liebe graue Häupter: Ich beiße nicht :-) Demnächst könnt ihr mich gerne ansprechen, ich erkläre euch auch gerne das Muster, das ich stricke. Dann müsst ihr euch auch nicht die Hälse verrenken, um zu erhaschen, was ich da gerade mache :-)

Gestern wollte ich den ersten Socken fertig stricken. Schließlich war Wochenende und nix sollte mir dazwischen kommen. Nun, es kam etwas dazwischen. Ein Anruf der Tante, die gerade die Mädels bändigte und etwas Unterstützung gebrauchen konnte. Also Strickzeug und Haushalt in die Ecke gelegt und Tante-Cousine gespielt.
Nach der Heimkehr stellte ich fest, dass die Entscheidung richtig war. Nach 3 Reihen habe ich das Nadelspiel entnervt weggelegt, da ich noch nicht einmal Konzentration für 2re, 2li hatte….

Heute war eine Backschlacht bei Siktwin angesagt. Nach einem Ausstech-Verzierungsmarathon (Details dazu im nächsten Blogeintrag….) habe ich wieder zum Nadelspiel gegriffen. Und festgestellt, dass heute ein guter Tag zum Stricken ist. Ich muss mich nur noch durch die Ferse kämpfen (haha) und dann die Fußlänge klöppeln (hahaha). Und dann das Ganz nochmal für den 2. Socken.

Hatte ich erwähnt, dass es eine Deadline gibt? Ich hab noch 2 Tage für 1,5 Socken. Wohlan! Ich greife dann mal wieder zum Nadelspiel….

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