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Tweetwalk zum #Lustwandeln im Schlosspark Nymphenburg

Laut Wiki hat der Spaziergang seinen Ursprung im aristokratischen Lustwandeln in Gärten und Barockparks. Und genau das habe ich heute gemacht. Lustwandeln nämlich. Im Schlosspark Nymphenburg.

Das Schloss Nymphenburg kennt so ziemlich jeder. Denn natürlich wirft jeder Tourist einen Blick auf die Schönheiten-Galerie, die dort noch zu sehen. Und natürlich kennt jeder Tourist die Fontäne zur Stadtseite hin. Und die zur Gartenseite. Aber wie viele nehmen sich die Zeit, einmal die Weite des Schlossparks zu erkunden? Wenige. Ich habs ja vorher auch nicht gemacht. Das durfte ich heute ändern.

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen hat zusammen mit den Kulturkonsorten eine großartige Idee umgesetzt: Zum Erscheinen der Schloss Nymphenburg-App bekamen wir Blogger die Möglichkeit, den Schlosspark unter professioneller Führung kennen zu lernen. Großartige Einblicke gab es. Blickachsen? War mir neu. Richtung Pasing und Blutenburg? Für jemanden wie mich, die sich in München immer noch orientieren muss, eine Offenbarung! Dabei kennen wir alle die ganz klassische Blickachse im Schlosspark:

Blickachse von der Freitreppe des Schlosses gen Westen.

Blickachse von der Freitreppe des Schlosses gen Westen.

Wir erliefen uns heute den südlichen Teil des Parks – den ihr leicht auf der App nachverfolgen könnt: Wenn ihr an der Freitreppe links geht, gehts zu den Brücken im Schlosspark. Von dort an der Blickachse zur Amalienburg vorbei – und sich vorstellen, wie die gute Amalie oben auf dem Schlösschen gestanden und Fasane abgeschossen hat, die extra ihre Richtung getrieben wurden. Danach gehts leicht bergab ins Kleine Wiesental. Was nicht immer ein Tal war… von dort geht der Weg weiter ins Löwental, von dem man eigentlich die Zugspitze sehen könnte – hätte Tengelmann in der Sichtachse in den 60er Jahren kein Warenlager errichtet. Direkt am Löwental liegt der Badenburger See, der für mich schönste Teil der Tour. Ganz in der Nähe befindet sich die Skulptur des Pan mit Quelle. Pan hat übrigens ziemlich Glück gehabt. Sturm Niklas hat im Schlosspark heftig gewütet und ein Baum hätte um ein Haar die Skulptur zerstört. So ist zum Glück “nur” das rechte Ohr des Ziegenbocks bei draufgegangen….

Vorherrschend ist der Kanal und seine verschiedenen Verläufe. Wir haben heute erfahren, dass auf den Kanälen früher sogar Gondeln fuhren – die Brücken, die heute zu sehen sind, waren damals nicht massiv, sondern ließen sich öffnen. Sogar eine Kammerschleuse gibt es und die ist sogar die älteste Kammerschleuse Bayerns. Schließlich wollten die Aristokraten ihre Gondel ja nicht verlassen, um die Höhenunterschiede des Kanals zu überwinden 😉

Kammerschleuse

Kammerschleuse

Wie an den Bildern ersichtlich ist – wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter. Etwas frisch zwar, dafür ein knallblauer Himmel, der jeder Beschreibung und vor allem jedem Instagram-Filter spottet. Deswegen lasse ich in der Galerie einfach mal die Bilder sprechen – und habe mir jeden Filter und jede Nachbearbeitung gespart….

Lehrreich war er, dieser Tag. Ich mag so etwas. Denn vorher wusste ich gar nicht, wer Friedrich Ludwig Sckell überhaupt war. Dank der App und vor allem der tollen Führung weiß ich jetzt aber Einiges über ihn und sein Werk. Und werde künftig mit offeneren Augen durch Parkanlagen gehen. Blickachsen suchen. Wiesentäler erkunden. Und darauf achten, ob ein See tatsächlich der tiefste Punkt der Anlage ist – oder ob da auch geschummelt wurde 😉

Damit ich Gelegenheit habe, alle Aspekte des Parks noch mehr zu erkunden (schließlich fehlt mir noch der gesamte nördliche Teil) gab es nach einem leckeren Umtrunk noch eine Freikarte – super 😀 ! Denn eins steht nach diesem Tag fest: Lustwandeln im Schlosspark werde ich nun öfters. Einmal um den Wandel der Jahreszeiten zu erleben – und außerdem habe ich mich doch etwas in diesen Park verknallt….

An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei allen, die diesen Tag ermöglicht haben und ihn zu einem besonderen Erlebnis werden ließen. Es ist vor allem immer wieder schön, Leute persönlich zu treffen, die ich vorher “nur” als Ava bei Twitter kannte. Wie Markus. Oder Sonja. Oder auch Felix.

Für ganz außergewöhnliche Blickwinkel – 3 Teilnehmer hatten Losglück – empfehle ich diesen Link hier. Wir waren fleißig beim Lustwandeln. Und das nicht nur in München… Und wer den Schlosspark erkunden möchte, aber nicht in München wohnt – dem sei die App (iOs und Android)ans Herz gelegt. Mit ganz viel Hintergrundwissen. Und der Jagd auf Fasane. Der werde ich mich jetzt auch widmen. Gilt es schließlich, den Highscore von Tanja zu knacken ;)!

 

2 Gedanken zu „Tweetwalk zum #Lustwandeln im Schlosspark Nymphenburg

  1. Tanja Praske

    Liebe Kathy,

    merci für deinen blitzschnellen Beitrag zum #lustwandeln – grandios! Wunderbare Fotos auch ohne Filter und Co. Ja, so kann frau sich nur in den Park verknallen. Ich kann dir nachempfinden. Mir erging es nicht anders, als ich hier vor vier Jahren anfing zu arbeiten.
    Es war ein herrlicher Abschluss eines wunderbaren Projekts – die App “Schlosspark Nymphenburg.” Dieses mal mit meinem Co-Autoren, Herr Degle, und euch durch den Park zu lustwandeln. Petrus war uns hold und ihr ward als multitasking-Gruppe herrlich – danke dir!

    Wir wünschen dir noch viele schöne Stunden und Entdeckungen im Park! Tatsächlich lohnt es sich, immer wieder herzukommen, da Sckells Landschaftsgemälde sich permanent verändern.

    Nochmals Danke und einen schönen Abend!

    Herzlich,
    Tanja

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  2. Pingback: Tweetup / Tweetwalk: Was bringen sie? #Lustwandeln zeigt's!!

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