Von Freunden

Hier hätte jetzt auch ein bedeutungsschwangeres Zitat zum Thema Freundschaft stehen können. Über wahre Freunde. Verzeihen. Feinde gegen Freunde aufgewogen. Anrufen nachts um 4. Blablabla.

Als das haben wir bestimmt schon in zig Varianten gelesen. Wäre somit nicht wirklich etwas Neues. Aber (ja, ein aber ist immer dabei): wie ist es eigentlich, wenn du einen Teil deiner Freunde zurücklässt und deinen Lebensmittelpunkt in eine Stadt verlagerst, in der du noch nicht so viele Leute kennst?

Ich hatte das Glück, dass ich mit einem unheimlich guten Team zusammen gearbeitet habe. Ein Team, mit dem du auch nach Feierabend gerne noch etwas unternimmst und dich auch mal am Wochenende triffst. Um zum Verrückten Eismacher zu gehen. In den Biergarten. Einen Spa-Abend zu verbringen. Gemeinsam zu kochen. Spieleabende zu machen. Und irgendwann merkst du, dass das keine reinen Arbeitskollegen mehr sind. Sondern dass daraus Freundschaften entstanden sind.

Freundschaften, von denen ich am Wochenende gemerkt habe, wie schnell sich entwickelt haben. Ich war von Menschen umgeben, von denen ich keinen länger als sage und schreibe 17 Monaten kannte. Und das auf einer Hochzeit. Dabei war ich noch nicht mal “nur” Gast, denn die Braut war eine, die eigentlich mal “nur” eine Arbeitskollegin war – und mir zu einer lieben Freundin geworden ist, die ich an ihrem großen Tag gerne unterstützt habe. Was man als Honorable Trauzeugin halt so macht 🙂

Allerdings war ich auch ein Gast, der keinen Partner mit dabei hatte. Und dann weißt du, dass du richtig gute Freunde hast, wenn sie sich ein ganzes Wochenende um dich kümmern, damit kein einziges Mal das “Meh, bin allein”-Gefühl aufkommen kann.

Solche Freunde sind vieles, aber vor allem eins: unbezahlbar. Und ich bin dankbar, dass sich unsere Lebenswege gekreuzt haben.